Auf die richtigen Ressourcen zugreifen

Auf die richtigen Ressourcen zugreifen

Die Betreuung einer Person mit Demenz kann erfüllend und bereichernd sein; es kann aber auch sehr anspruchsvoll und herausfordernd sein. Es ist wichtig, dass Sie in der Lage sind, während dieser Reise mit der betroffenen Person so belastbar wie möglich zu bleiben. Um belastbar zu bleiben, müssen Sie auf Ressourcen zugreifen und jene nutzen, die Sie unterstützen und Hilfe bieten.

Als Betreuungsperson ist es wichtig, dass Sie ein tiefgehendes Verständnis über Demenz und den Krankheitsverlauf haben. Das wird Ihnen helfen, die Bedürfnisse der Person mit Demenz zu verstehen und Ihnen den Umgang mit der Erkrankung zu erleichtern.

Vorschläge

Hier finden Sie einige Vorschläge für Ressourcen, die mit wertvollen Informationen helfen, genau das zu tun.

  • Belesen Sie sich über typische Symptome in der Kategorie Lernen & Trainieren
  • Suchen Sie online nach Unterstützung in Ihrem Land.
    Beispielsweise bieten folgende Info-Portale Angehörigen Informationen über Diagnose, Therapie und Krankheitsverlauf von Demenzerkrankungen, geben Tipps für den Alltag und bieten Hilfestellungen für finanzielle und rechtliche Fragen: www.demenz-hilfe.at, www.demenz-portal.at, www.sozialministerium.at
  • Fragen Sie GesundheitsexpertInnen (ÄrztInnen, KrankenpflegerInnen, PhysiotherapeutInnen, ErgotherapeutInnen, etc.)
  • Suchen Sie nach Büchern, Magazinen, Prospekten
  • Kontaktieren Sie Ihre lokale Pflegeorganisation. Sie können einen Artikel über "Anlaufstellen" in Österreich in der Lernen & Trainieren Kategorie finden.

Neben dem Zugriff auf Ressourcen, die Sie mit Informationen versorgen, müssen Sie auch auf Ressourcen zugreifen, die Sie unterstützen.  Oftmals können Betreuer von Menschen mit Demenz durch die Anforderungen der Pflege so überfordert werden, dass sie den Kontakt zu den Menschen verlieren, die sie in dieser Zeit am meisten brauchen. Als Betreuer ist es wichtig, dass Sie sich Zeit nehmen, um Ihr soziales und emotionales Unterstützungsnetzwerk zu stärken.

Es gibt verschiedene Orte, an denen Sie Unterstützung erhalten können.

  • Familie
  • FreundInnen
  • Selbsthilfegruppen
  • Beratungsstellen
  • Vereine
  • Spirituelle Gemeinschaften
  • Freizeit- und Sportklubs

Manchmal ist es für Menschen schwer, um Hilfe zu bitten, auch wenn siesiediese wirklich brauchen! Darüber hinaus sagen Familie und Freunde, die helfen wollen, aber nicht wissen, was sie tun sollen, oft: "Wenn es etwas gibt, was ich tun kann, um zu helfen, dann gib mir Bescheid". Die Realität ist, dass Betreuungspersonen selten anrufen, um Hilfe zu erbitten. Das führt dazu, dass Betreuungspersonen nicht die Hilfe bekommen, die sie brauchen, und dass Familie und FreundInnen keine Hilfe leisten, selbst wenn sie es möchten.

Erarbeiten Sie eine Liste mit Dingen, die Menschen tun könnten und die hilfreich für Sie wären. Wenn Menschen fragen, wie sie helfen können, oder Ihnen sagen, dass Sie anrufen sollen, wenn Sie Hilfe brauchen, dann geben Sie ihnen diese Liste.

Hier sind einige Beispiele für Tätigkeiten, die andere Personen übernehmen könnten:

  • Wäsche waschen und/oder bügeln
  • Mahlzeiten vorkochen, die nur noch aufgewärmt werden müssen
  • Eine Stunde auf die Person mit Demenz schauen, um Dinge zu erledigen oder sich ein bisschen Freizeit zu gönnen (z.B. für einen Spaziergang oder eine Radtour)
  • mit dem Hund Gassi gehen
  • Einkaufen gehen oder Hilfe beim Einkaufen leisten
  • Hilfe beim Aufräumen und Putzen der Wohnung
  • Die Kinder von der Schule abholen
  • Hilfe bei der Gartenarbeit

Wir empfehlen Ihnen, sich Ihr persönliches "Krisenunterstützungsteam" zusammenzustellen. Dies ist eine Gruppe von Personen (wir empfehlen mindestens zwei), die Sie jederzeit um Hilfe bitten können. Manchmal kann diese Hilfe einfach nur eine Person sein, an die man sich wenden kann, oder eine Schulter, an der man sich ausheulen kann, zu anderen Zeiten kann es eine Person sein, die in Notfällen für Sie da ist.

Wichtig ist, dass Sie wissen, wer in Ihrem Unterstützungsteam ist. Eine Möglichkeit, diese Liste zu erstellen, besteht darin, sich selbst zu fragen: "Könnte ich die Person um 2:00 Uhr morgens anrufen, wenn es nötigistwäre? Wenn Ihre Antwort "ja" lautet, dann wissen Sie, dass Sie ein echtes Mitglieddesfür Ihr Krisenunterstützungsteams haben.

Denken Sie nach, wer in Ihrem Krisenunterstützungsteam sein könnte und schreiben Sie Namen und Telefonnummer an einem Platz Ihrer Wahl auf.


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