Soziale Aktivitäten

Soziale Aktivitäten

Viele, die an Demenz leiden vermeiden es mit Familienmitgliedern oder FreundInnen zu interagieren, da sie ihre abnehmenden Fähigkeiten und Funktionen erkennen und sich deswegen schämen oder frustriert sind. Die Umkehr der Rollen – wenn sich Kinder um ihre Eltern kümmern –  kann manche dazu bringen, nicht mehr mit den Kindern zu interagieren. Zusätzlich können alte Freundschaften auch Opfer von Abschirmung oder unhöflichen Verhalten werden, wenn die Person erkennt, dass der/die FreundIn gesund ist, während sie selbst es nicht sind. Das Gehirn von Personen mit Demenz profitiert jedoch von der fortgesetzten Interaktion mit Familie und Freunden.
Sprechen Sie mit Familienmitgliedern und Freunden über die Situation. Das wird der Familie und den Freunden helfen, größeres Verständnis für die Einschränkungen durch die Krankheit aufzubringen. Die Person mit Demenz wird dann eher mit anderen interagieren, wenn sie weiß, dass sie sich in einem sicheren Umfeld befindet.
Limitieren Sie die Anzahl von BesucherInnen und die Dauer der Besuche. Das kann der Person helfen von Reizen nicht überflutet und müde zu werden. Vor allem während der Feiertage  kann das hektische und laute Umfeld die Person, um die Sie sich kümmern, überfordern. Soziale Interaktionen können aufgrund von zu vielen Eindrücken für manche zu negativen Erfahrungen werden.
Frischen Sie das Gedächtnis auf. Es kann hilfreich sein, die Namen und Gesichter von den Menschen, die man treffen wird, nochmal durchzugehen. Das kann das Gedächtnis steigern und dazu führen, dass die Person sich in der sozialen Interaktion wohler fühlt.
Machen Sie sich einen günstigen Zeitpunkt für den Besuch aus. Über den Tag hinweg haben Personen mit Demenz Schwankungen in ihren Stresslevels, ihrer Stimmung und Verfassung. Wählen Sie eine Tageszeit oder einen Tag in der Woche, welcher am besten für die Person mit Demenz passt.
Passen Sie Ihre Reaktion auf unangemessenes Verhalten an. Wenn die Person mit Demenz während sozialen Interaktionen unangemessen oder verletzend ist, versuchen Sie die Person behutsam, aber dezidiert, daran zu erinnern, dass ihr Verhalten unangemessen ist. Erinnern Sie die Person aber später nicht an den Vorfall.
Recherchieren Sie demenzfreundliche Aktivitäten in Ihrer Umgebung. Viele Museen, Theater und Bibliotheken sind demenzfreundlich. Kontaktieren Sie lokale Museen/Theater/Bibliotheken und fragen Sie sie nach ihren Einrichtungen. Einem Museum einen Besuch abzustatten, wäre ein Weg, Sie näher zusammenzubringen und neue Wege zu finden, in Beziehung zu treten.


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